1. Mai: Sozialrevolutionäre Demo in Gera, Nazis und Gegenprotest in Suhl

In Gera findet am 1. Mai 2025 eine sozialrevolutionäre Demo statt. Unter dem Motto »Mach frei am 1. Mai – Für faire Löhne, Umverteilung und ein gutes Leben für alle! Gegen Faschismus, Repression und Kapital!« trifft man sich ab 11 Uhr am Südbahnhof Gera / Sachsenplatz, mehr dazu unter https://g0105.noblogs.org/. Anreise ab Erfurt 9.52 oder 10.50. Die Anmelder*innen rechnen damit, dass es Nazi-Provokationen geben wird.

In Suhl organisieren Nazi-Strukturen sowohl ein Familienfest als auch eine Demo. Der Gegenprotest trifft sich ab 12 Uhr auf dem Suhler Marktplatz.

Nebenbei erwähnt sei, dass Marx in einem Vortrag vor Arbeiter*innen 1865 erklärt hat, wieso auch ein ›fairer‹ Lohn Ausbeutung ist, es deswegen auf lange Sicht darum gehen muss, die Lohnarbeit abzuschaffen: »Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht einen unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems.«

Muss man natürlich nicht gelesen haben, hilft aber evtl., wenn es um Kapitalismus geht. Den ganzen Vortrag gibt es hier: Karl Marx; Lohn, Preis und Profit

Save-the-date: Anti-Repressions-Demo „Antifa ist notwendig“ am 14.6.2025 in Jena

Angesichts der Repression der letzten Monate bitter nötig: Am 14.6. findet in Jena eine bundesweite Demonstration mit dem Motto „Antifa ist notwendig“ statt. Zentraler Inhalt ist das gemeinsame Eintreten gegen Repression, insbesondere die aktuelle Repression gegen Antifas.

Flyer und Plakate sind zu den Öffnungszeiten im Veto zu haben.

Den Aufruf gibt es auf der Webseite zur Demo:

Jetzt erst recht. Antifaschismus ist notwendig! Freiheit für alle Antifaschist*innen!

Die Zeiten werden rauer, der Wind weht scharf von rechts. Klima, Kriege, Inflation – die Welt steht buchstäblich in Flammen. Konfrontiert mit vielfachen Krisen erweisen sich systemimmanente Lösungen zunehmend als unmöglich. Weil die nötigen Antworten unbequem sind, konstruiert der Staat lieber Probleme, die er vermeintlich mit Abschiebungen und Knast lösen kann. Nicht nur in Deutschland, autoritäre Regierungen scheinen weltweit das Ding der Stunde. Bei allen Abstufungen des Grauens eint sie, dass sie der gesellschaftlichen Linken feindlich gegenübertreten. Vor allem rechtsautoritäre und faschistoide Regime dominieren die politische Bühne und verschärfen mit ihren Nationalismen eine globale Kriegsgefahr. Wo ihre Akteur*innen noch nicht an der Macht sind, vernetzen sie sich fleißig, lernen voneinander und stärken sich gegenseitig. Von emanzipatorischen, ökologischen und antifaschistischen Großprojekten kaum eine Spur. Dabei wären diese bitter nötig.

Der rechte Vormarsch

Die Angriffe der Rechten sind so vielfältig wie vielzählig. In den Parlamenten, im Netz und auf der Straße wird der Ton härter; die Inhalte sozialchauvinistischer, rassistischer und nationalistischer. Errungenschaften von feministischen Kämpfen sowie die der internationalen Arbeiter*innenbewegung werden, auch unter Mithilfe ihrer einstigen politischen Vertretungen, rückabgewickelt. Parallel dazu bewaffnen sich Nazis weiter und bauen rechtsterroristische Strukturen aus, üben für Übergriffe in Kampfsporttrainings, schmieden Umsturzpläne und bereiten sich auf einen Tag X und greifen immer unverfrorener linke Projekte an. Gleichzeitig vernetzt sich die militante Naziszene fleißig weiter, unter anderem bei NS-verherrlichenden Aufmärschen in Budapest und Sofia. Eins ist klar: Der rechte Vormarsch wird nicht von der nächsten Regierung aufgehalten, sondern von uns.

… weiter bei https://antifaistnotwendig.noblogs.org