Nach Erfurt und Saalfeld: Termine wieder aktueller
Nach beeindruckenden Demonstrationen am gestrigen Tag, die wir hier leider nicht beworben haben, nehmen wir uns ganz stark vor, die Termin-Übersicht für Erfurt und Umgebung, wieder aktuell zu halten. Wenn ihr regelmäßig über Termine per Email informiert werden wollt, dann tragt die gewünschte Mailadresse [hier] ein.
Gestern waren wir in Saalfeld, wo die Demonstration „Ihr zündet an – wir stehen zusammen! Gegen rechten Terror!“ stattgefunden hat. Anlass war ein Brandanschlag auf den subkulturellen Schloßberg 1 am 13. Januar 2026 und nachfolgende rechte Graffitis unter anderem am Klubhaus und im Stadtgebiet. 900 Menschen aus ganz Thüringen kamen zusammen und demonstrierten ihre Solidarität mit den betroffenen Strukturen. Eindrücke findet ihr bei den Fotojournalisten PM Cheung und hoffentlich bald auch auf dem Flickr-Account von „tearsdropdown“. Berichtet wurde in mehreren Redebeiträgen von der aktuellen Situation vor Ort, aber auch von den vergangenen Jahren, in denen es immer wieder zu rechten Gewalttaten kam (2012, 2015, 2018/19) und wie um die Anerkennung des Problems mit Neonazis vor Ort gerungen wurde. Dabei war dies die erste große thüringenweite Demonstration nach den Outcalls von 2020. Das Abschlußstatement einer Betroffenenunterstützungsstruktur hatte im November 2024 die Bedeutung linker Orte in Saalfeld betont: „Im Angesicht des extremen Rechtsrucks wollen auch wir die Provinz nicht aufgeben. Orte wie Saalfeld, in denen linke Haltungen und Ideale absolut keine Normalität sind, liegen uns enorm am Herzen. Dort, wo es eh schon an linken Strukturen mangelt, sind auch wir uns unsicher, wie mit gescheiterten Prozessen wie diesem umzugehen ist. Klar ist für uns weiterhin: Nicht wir spalten und schwächen linke Strukturen, indem wir sexualisierte und patriarchale Gewalt zum Thema machen. Im Gegenteil – alle, die zur Aufrechterhaltung dessen beitragen, schwächen und spalten linke Strukturen.“
Am Nachmittag fand in Erfurt eine widerständige und kraftvolle Kundgebung und Demonstration in Solidarität mit den angegriffenen kurdischen Gebieten statt. Nach dem am Mittwoch (21.01.), an dem bereits etwas 500 Menschen, an einer Kundgebung in Solidarität mit Rojava teilgenommen hatten, verdoppelte sich Anzahl der Protestierenden am Samstag mindestens. Der Demonstrationszug verlief vom Hautbahnhof über Anger, Fischmarkt zum Domplatz. Einen
Bericht und Eindrücke von gestern findet ihr bei ANF Deutsch. Der Protest, um auf die existenzbedrohende Lage in Rojava ud Rjhilat aufmerksam zu machen, wird nicht abreißen. Wir freuen uns, dass die kurdische Organisierung in Thüringen wieder so präsent ist! Haltet die Augen offen!