Rote-Hilfe-Kontokündigung erst mal vom Tisch

Logo der Roten Hilfe, zwei verschränkte Arme, die Hände im Vordergrund. Zweifarbige Zeichnung rot auf weiß.

Wie Digitalcourage auf Mastodon schreibt, haben Rote Hilfe und GLS-Bank einen Weg gefunden, die Zusammenarbeit fortzusetzen:

In den vergangenen Wochen wurde die Struktur der Kontoführung mit juristischer Unterstützung neu geordnet und übersichtlich gestaltet. Die Zahl der Konten wurde reduziert und Abläufe klar geregelt.
Damit ist gewährleistet, dass alle regulatorischen Vorgaben eingehalten werden können. Die Gespräche, die seit Ende 2025 geführt wurden, verliefen offen, konstruktiv und lösungsorientiert.
Für die Rote Hilfe ist entscheidend, dass unsere Solidaritätsarbeit für Betroffene von Repression weiterhin verlässlich gesichert bleibt. Als Rote Hilfe möchten wir uns ausdrücklich bei allen bedanken, deren überwältigende Solidarität uns in den vergangenen Wochen getragen hat.

Gelungen ist das nur, es beträchtlichen Druck gab: 410 Organisationen und über 10.000 Einzelpersonen, viele davon Genossenschaftsmitglieder*innen der GLS, haben die Bank in einem Offenen Brief gefordert, politisch motivierte Kontokündigungen zurück zu nehmen. Ein kleiner Kampf ist damit vorläufig gewonnen, die Episode zeigt aber, wie wichtig es ist, unseren Organisationen den Rücken zu stärken — wenn Räume zugemacht werden sollen (wie es die GRÜNEN Jena gegenüber der RH versucht haben), oder wenn es um ein Verbot geht. Insofern: tretet ein, denn gemeinsam können wir uns wehren.
Nicht verschweigen wollen wir, dass die erfreuliche Meldung nur für die RH gilt. Gleichzeitig mit der RH hatte die GLS auch der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und Anarchist Black Cross Dresden das Konto gekündigt, im Februar 2026 zog die Postbank nach und kündigte mehreren Regionalgliederungen des VVB-BdA.