Nein zur rassistischen Bezahlkarte!

Über 140 Gruppen, Vereine, Verbände, Zentren, Geschäfte, Kneipen, Hochschulgruppen und Einzelpersonen aus Thüringen sagen in einem beim Flüchtlingsrat Thüringen veröffentlichten offenen Brief „Nein“ zur rassistischen Bezahlkarte.
Bezahlkarte ist, wenn der Staat viel Geld dafür ausgibt, dass Geflüchtete es schwerer haben. Sie bekommen nämlich vom Amt nicht einfach Geld, sondern eine elektronische Bezahlkarte. Damit können sie nur in bestimmten Läden einkaufen. Und sind besser zu überwachen. Warum der Staat das macht, weiß man nicht so genau. Vielleicht, um rassistische Bürger*innen zufrieden zu stellen. Vielleicht, um an einer randständigen Gruppe schon mal auszuprobieren, wie man später alle Armen besser überwachen und schikanieren kann. Vielleicht auch einfach, weil der Staat ein rassistisches Stück Scheiße ist. Zum Glück gibt es Leute, die versuchen, das in Ordnung zu bringen, indem sie Bargeld gegen Supermarkt-Gutscheine tauschen. Die Supermarkt-Gutscheine haben Menschen aus den betroffenen Thüringer Landkreisen mit ihrer Bezahlkarte gekauft. So repariert die Zivilgesellschaft den Mist, den der Staat anrichtet. Mehr zum Gutscheintausch in Erfurt findet ihr unter https://neinzurbezahlkarte.de/erfurt/.
Unter den Unterzeichner*innen des offenen Briefes sind der Ausländerbeirat Erfurt, DGB und ver.di Thüringen, die Seebrücke, die Zentren AJZ, Veto und AK40, verschiedene Hochschulgruppen sowie mehrere kirchliche Gliederungen wie die Offene Arbeit Erfurt.