4. Juli in Erfurt
Am 4. Juli findet nicht nur der AfD-Parteitag in Erfurt statt, nein, es wird auch 841 Kundgebungen, Demonstrationen und Blockaden dagegen geben.
Das Bündnis Zusammenstehen vereint 170 Einzelpersonen und Organisationen: linke Parteien, Kirchengliederungen, Sportvereine, NGOs, Gewerkschaften, … Das Bündnis sieht das Motto als Ruf zur Solidarität: »Die wahren Konfliktlinien werden nicht durch Herkunft, Hautfarbe oder Pass bestimmt. Sie beruhen auf sozialer Ungleichheit und finanzieller Ungerechtigkeit. Die sozialen Fragen unserer Zeit lassen sich nicht nationalistisch, nicht rassistisch und nicht autoritär beantworten.« Es bietet zahlreiche Anlaufpunkte bei Kundgebungen und geöffneten Läden und Büros an, eine Übersicht findet ihr unter https://www.zusammenstehen.org/lageplan/.
Die größte Aktion von Zusammenstehen ist eine Kundgebung an der Messe (wo die AfD sich trifft). Zur Messe kommt man mit einer von zwei Zubringer-Demos, die um 6 Uhr und um 10 Uhr am Hauptbahnhof starten.
Auch Widersetzen nennt sich »Bündnis«, verbunden sind hier verschiedene Ortsgruppen. Widersetzen konzentriert sich bei der Arbeit auf Organizing-Strategien (60.000 Haustürgespräche in Erfurt) und eine professionelle Außenwirkung, vor allem auf Social Media. Das Ziel von Widersetzen ist, sich »vor den Zugängen und Zufahrten der Messe Erfurt zu versammeln und nicht freiwillig Platz zu machen«. Politische Ziele des Bündnis sind nicht ganz einfach zu entschlüsseln: Auf Plakaten wird der Sozialismus beworben, aber was das bedeuten soll? Vermutlich sollen wir in die Partei »Die Linke« eintreten und dort beim Netzwerk marx21 mitmachen.
Wenn ihr euch widersetzen wollt, solltet ihr an den Aktionstrainings und Vorbereitungstreffen teilnehmen, die derzeit in Erfurt stattfinden, das nächste am 23.6. um 18 Uhr im Predigerkeller.
Am Tag selbst wird es natürlich zahllose makellose Kurzfilmchen und eine Unmenge von Stille Post auf Social Media geben. Wer an dem Tag ohne Taschenwanze auskommt, kann sich über Radio Frei auf 96,2Mhz informieren.
Unter den Rückzugsräumen am ist auch das Veto in der Magedburger Allee 180.
Wer Stress mit Repression hat, melde sich bei Festnahmen oder der Beobachtung dieser beim Ermittlungsausschuss, der an den Aktionstagen läuft. Danach ist die Ortsgruppe der Roten Hilfe Erfurt ansprechbar. Die nächste Anlaufstelle (nach dem Aktionswochenende) ist am Donnerstag, 6. August 2026, 18:00 in der Offenen Arbeit. Bei Bedarf nehmt Kontakt per Mail auf.