Rückblick auf Erfurt 4.7. III: Zwischen AfD, Antisemitismus und Kritik an den bisherigen Kommentaren

Nach dem Antisemiten-Change-Camp jetzt das zweite Mal in kurzer Zeit, dass angekarrte Antiimps, die von so genannten „Antideutschen“ durchsetzte Erfurter Linke, mal neben den „Faschos“ von der AfD mal richtig aufmischen wollten. Wieder viel whataboutism eines fantasierten Genozids in Nahost oder aber auch die Verfolgung von jüdischen Menschen auf dem Messegelände, weil sie eine Sudra getragen hat. Aber klar, bestimmt wieder nur „Israelkritik“ und Einzelfall. Und „Antideutsche sind keine Linken“, auch logisch. Die Erfurter Hamas-Groupies brillierte auch ganz offen mit antisemitischem Banner am Lauti, so weit, so antizionistisch.
Und als der local Hero Clueso auf der Messe noch ein Puhdys Lied geträllert hat, wurden wenigsten auch wieder ostdeutsche Standpunkte inkludiert. Toll. Leider waren die angereisten Kids da schon wieder auf dem Weg zum Bahnhof. Der nächste Schulstreik gegen die Wehrpflicht will ja auch noch vorbereitet werden.

Ach ja und der AfD Parteitag war ja auch noch. In der Stadt schrie mir ein Punker mit bayerischem Dialekt ganz böse „AfD Verbot“ entgegen, dabei habe ich mir einfach nur Babyenten im Fluss anschauen wollen.


Also ich weiß nicht warum widersetzen/zusammenstehen hier so abgewertet werden bzw sich darüber lustig gemacht u.a.. hätten wir das ohne diese beiden überregionalen bündnisse besser hinbekommen oder hätten wir einfach nichts gemacht so wie seit jahren niemand etwas tut wenn z.B. jeden montag+ donnerstag menschen mitten in der innenstadt mit deutschlandfahnen „remigration“ fordern? Ja vielleicht war es auch ein „kampagnen- antifaschismus- zirkus“ aber immerhin hat das thema so viel aufmerksamkeit bekommen und das überhaupt so viele menschen bundesweit mobilisiert werden konnten finde ich einfach nur gut und total beachtlich. und die bereitschaft vieler aktivistis sich hier monate/wochen- oder tagelang in einer für sie total fremdem stadt zu engagieren usw. ich weiß nicht ob da jeder von uns dazu bereit wäre oder ist. das bei der masse an menschen auch einige „antiimps“ dabei waren liegt meines erachtens nach nicht an dem bündniss sondern daran das sich die szene seit einigen jahren immer mehr in diese richtung entwickelt hat. klar hätte ich das demokratiefest jetzt auch nicht unbedingt „gebraucht“ und hätte mir auch mehr direct action usw. gewünscht aber es auch immer leicht online über etwas abzuhaten anstatt selber konkret zu machen. sicher müsste man nochmal über aktionsformen an sich philosophieren also ob blockaden noch wirksam usw sind oder was da sonst noch so möglich wäre…