„Die Linke und die Wehrpflicht“ (3.3.) und „Als Punk in der NVA“ (13.3.)
Im Veto gibt es zwei Veranstaltungen zum Thema Wehrpflicht, erst einen Rückblick auf die letzten 150 Jahre (3.3.), dann eine Veranstaltung mit einem Punk, der in der DDR zur NVA gezogen wurde.
Wichtig: Diese Veranstaltung haben wir versehentlich für den 10.3. beworben, der richtige Termin ist der 13.3..

Die Linke und die Wehrpflicht
3.3.2026, 19 Uhr, Veto
2026 steht die Wiedereinführung der Wehrpflicht an. Für junge Menschen steht damit wieder eine Frage an, die für vor 1990 Geborene mit männlichem Geschlechtseintrag in den Ausweisdokumenten biografisch sehr relevant war: Ist man bereit, für Deutschland mit der Waffe in der Hand einzustehen?
Für Linksradikale war die Antwort lange klar: „Die Arbeiterklasse hat kein Vaterland“ (Marx/Engels), insofern gibt es keinen Grund, das Leben für den Staat zu riskieren. Aber manchmal ist die Welt komplizierter: In den 1970er-Jahren wurde bspw. diskutiert, dass revolutionäre Veränderung auch darauf beruht, die Armee auf die eigene Seite zu ziehen und deswegen auch in diesen Teil von Staatlichkeit um Kräfteverhältnisse zu ringen, also in der Armee für linke Positionen zu streiten.
Seit dem Ende der Systemkonkurrenz mit dem Zusammenbruch des Ostblocks gewinnt (nicht zuletzt ausgehend von der ehemals pazifistischen GRÜNEN Partei) eine Sichtweise auch in der Linken an Einfluss, derzufolge westliche Werte (Demokratie, Minderheitenschutz, ..) auch mit Waffengewalt verteidigt werden müssen.
Wir wollen bei der Veranstaltung linke Positionen zur Wehrpflicht aus dem vergangenen Jahrhundert darlegen und auf dieser Grundlage darüber
diskutieren, wie heute eine linksradikale Kritik der Wehrpflicht aussehen kann.
Die Veranstaltung ist niedrigschwellig, hoffentlich kurzweilig und offen für alle Interessierten.
Als Punk in der NVA – Wehrpflicht in der DDR
13.3.2026, 19 Uhr, Veto
Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.
Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in “erhöhte Gefechtsbereitschaft” versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.
Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.



Leider bislang nur auf Insta beworben wird eine Demonstration für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht, die am Samstag, 5. Juli, ab 14 Uhr am Südbahnhof Arnstadt beginnen soll.
In Pößneck hat vor drei Wochen die Saison begonnen und über den Sommer stehen einige CSDs in Thüringen an — nicht nur entlang der A4, sondern auch in Nordhausen, Sonneberg, Mühlhausen und anderen Kleinstädten. Viele CSDs positionieren sich politisch wie noch nie. Kein Wunder, auch, weil sich die Rechte seit einigen Jahren verstärkt gegen die Rechte von LSBTIQ* einsetzt. Der Angriff läuft auf vielen Ebenen, sei es duch die Bundesregierung, die keine Regenbogenfahne mehr raushängen möchte, sei es durch einen

Die 33. Ausgabe der Lirabelle ist erschienen. Das Heft kommt relativ spät (bewirbt auf der Rückseite den bei Erscheinen schon vergangenen 8. März), ist dafür aber auch sehr dick geraten. Es geht um eine Auswertung der Wahlen, um Stadtteilarbeit, die Outcalls von Gotha und Saalfeld, die lokalen Auseinandersetzungen um den Nahost-Konflikt und einiges mehr — erwähnt sei noch ein Nachruf auf Lothar König. 
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